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Der beliebteste Recrutierung-Fehler

Jede Vertriebsorganisation steht letztlich unter Druck, gute Business-Partner bzw. Verkäufer zu finden – und zwar schnell. Dieser Druck, der aus der Organisation kommt, steht einer objektiven Kandidatenauswahl unter Umständen entgegen.

Möglicherweise siehst du Dinge in dem Kandidaten, die gar nicht vorhanden sind, sondern eher aus Deiner Erwartungshaltung erwachsen.


Beispielsweise suchst du händeringend nach einem Top-Mitarbeiter für die Neukundengewinnung. Doch wenn Du ehrlich bist, dann ist der Kandidat, der da gerade vor dir sitzt, ein erstklassiger Key-Accounter.

Er oder Sie werden also die Bestandskunden Deiner Organisation sicher hochwertig betreuen und weiterentwickeln können. Neukunden sind von diesen Kandidaten jedoch nicht zu erwarten.

Wenn Deine Organisation aber einen hohen Druck auf Dich als Führungskraft ausübt, dann neigst du womöglich dazu, Deine Wahrnehmungen zu korrigieren.

Du gerätst damit in eine Art Wunschdenken und fängst an Kandidaten zu idealisieren. Damit ist jedoch niemanden geholfen. Weder Dir noch dem Kandidaten.

Mein Tipp: Nimm dir die Zeit, die Du brauchst, um den Kandidaten gründlich kennenzulernen. Sorge dafür, dass in Deiner Bewertung ausschließlich sachliche Aspekte eine Rolle spielen.

Ich persönlich stelle mir nach dem Gespräch immer zwei Fragen:

  • Würde ich mit dem Kandidaten oder der Kandidatin in meiner Freizeit auch mal einen Kaffee trinken gehen?
  • Inwieweit bringt mich der Kandidat, die Kandidatin mich und mein Unternehmen weiter?